05.10.20

Matthias Krack wird offiziell ins Amt als evangelischer Dekan eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst am Erntedanksonntag ist Matthias Krack, neuer Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Biberach, in der Biberacher Stadtpfarrkirche St. Martin durch Prälatin Gabriele Wulz in sein Amt eingeführt worden. Eigentlich hätte die Investitur bereits im Frühjahr stattfinden sollen, war aufgrund von Corona aber in den Herbst verschoben worden.
Bereits Ende April hatte der 51-Jährige seine neue Tätigkeit als evangelischer Dekan aufgenommen. „Fast heimlich“, wie Stadtpfarrer Ulrich Heinzelmann mit Blick auf die besonderen Bedingungen bei der Begrüßung sagte. Es falle ihm deshalb besonders schwer, dass er zur Investitur Kracks nicht die Gemeinde und die treuen Gottesdienstbesucher in der Kirche begrüßen könne. Aufgrund der Corona-Maßnahmen durften nur 100 von ursprünglich 600 geladenen Gästen zum Gottesdienst kommen, die mit großen Abständen im Kirchenschiff verteilt saßen. Im Chorraum von St. Martin hatten viele der Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Kirchenbezirk Platz genommen, für die Krack nun verantwortlich ist.

Mit einem feierlichen Gottesdienst am Erntedanksonntag ist Matthias Krack, neuer Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Biberach, in der Biberacher Stadtpfarrkirche St. Martin durch Prälatin Gabriele Wulz in sein Amt eingeführt worden. Eigentlich hätte die Investitur bereits im Frühjahr stattfinden sollen, war aufgrund von Corona aber in den Herbst verschoben worden.

Bereits Ende April hatte der 51-Jährige seine neue Tätigkeit als evangelischer Dekan aufgenommen. „Fast heimlich“, wie Stadtpfarrer Ulrich Heinzelmann mit Blick auf die besonderen Bedingungen bei der Begrüßung sagte. Es falle ihm deshalb besonders schwer, dass er zur Investitur Kracks nicht die Gemeinde und die treuen Gottesdienstbesucher in der Kirche begrüßen könne. Aufgrund der Corona-Maßnahmen durften nur 100 von ursprünglich 600 geladenen Gästen zum Gottesdienst kommen, die mit großen Abständen im Kirchenschiff verteilt saßen. Im Chorraum von St. Martin hatten viele der Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Kirchenbezirk Platz genommen, für die Krack nun verantwortlich ist.

„Begleiten Sie ihn in seinen Aufgaben und seinem Dienst und unterstützen Sie ihn, treten Sie für ihn ein“, bat Prälatin Gabriele Wulz die Gottesdienstbesucher um Unterstützung für den neuen Dekan vor dessen offizieller Verpflichtung und Einsegnung. Pfarrer Stefan Kost (Ludwigsburg), Alexander Nisi (Esslingen) und Dekan Wolfgang Vögele (Leonberg) sprachen als langjährige Wegbegleiter des neuen Dekans Zeugenworte und wünschten ihm viel Erfolg im neuen Amt. Die einzelnen Gemeinden und Dienste des Kirchenbezirks Biberach hatten gute Wünsche zur Begrüßung auf Plakate gemalt und geschrieben, die - an einer Wäscheleine befestigt - durch die Kirche getragen wurden.

Ausgehend vom Matthäusevangelium, Kapitel 15, Verse 21 bis 28, spricht Krack in seiner Predigt über die „verlässliche Kirche“ und schlägt dabei auch den Bogen zur aktuellen Situation, in der auch die Frage nach der Relevanz der Kirche gestellt worden sei. Er habe die Kirche mit ihren vielen kreativen Ideen in den vergangenen Monaten als relevant erlebt. Krack dankte den Haupt- und Ehrenamtlichen für ihr hohes Engagement während der Corona-Einschränkungen. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch Bezirkskantor Jürgen Berron, Kantor Ralf Klotz, Alina Klotz sowie durch ein Vokalquartett der Kantorei Biberach.

Nach dem Segen durch den neuen Dekan gab es mehrere Grußworte. Landrat Heiko Schmid nahm Bezug auf den gemeinsamen Gottesdienst von Katholiken und Protestanten tags zuvor auf dem Bussen aus Anlass des 30. Jahrestags der Deutschen Einheit. Die simultane Biberacher Stadtpfarrkirche sei seit 1548 Sinnbild eines ökumenischen Aufbruchs geworden, so Schmid. Er lud den Streuobstwiesenfreund Krack zum gemeinsamen Pflanzen eines Baums ein.

Biberachs Oberbürgermeister Norbert Zeidler begrüßte den neuen Dekan im Namen von Gemeinderat und Bürgerschaft. Ein Dekan sei immer auch ein Brückenbauer. „Ich wünsche uns eine gute Zusammenarbeit zwischen kirchlicher und bürgerlicher Gemeinde in den Fragen, die uns gemeinsam bewegen“, so Zeidler, „und ich wünsche Ihnen von Herzen, dass sie irgendwann sagen können: Es war richtig, hierher nach Biberach gekommen zu sein.“

Auch der katholische Dekan Sigmund F. J. Schänzle nahm Bezug auf den gemeinsamen Gottesdienst auf dem Bussen und die wunderbare Ökumene, die er im Kreis Biberach erlebe. Es gebe viele gemeinsame Projekte wie die Notfallseelsorge oder das Bündnis für Demokratie und Toleranz, so Schänzle. „An Aufgaben wird es uns nicht fehlen, ich freue mich auf das gemeinsame Miteinander.“ Der katholische Stadtpfarrer Stefan Ruf betonte ebenfalls den ökumenischen Gedanken. „Für mich ist die Ökumene ein Leuchtturm, der noch intensiver gelebt werden muss“, sagte Ruf und spielte auch auf seine und Kracks gemeinsame Herkunft aus dem Kreis Esslingen an. Weitere Grußworte sprachen der Ravensburger Dekan Friedrich Langsam sowie Oliver Nägele, Vorsitzender der Bezirkssynode.

Für die evangelische Gesamtkirchengemeinde Biberach sprach deren zweiter Vorsitzender Friedrich Zügel. Er habe Krack bereits als zupackenden, entscheidungsfreudigen, aber auch zuhörenden Menschen kennengelernt. „Das sind Eigenschaften, die du brauchen wirst.“

„Rund um mich her ist alles Freude“, nahm Matthias Krack in seinen abschließenden Dankesworte Bezug zum Biberacher Schützenlied. „Es ist mir eine Freude, an dieser Stelle wirken zu dürfen.“ Ein kleiner Stehempfang im benachbarten Spitalhof rundete die Feier ab.

Text / Foto von Gerd Mägerle, Schwäbische Zeitung Biberach